SAuberes Msumarini

Fliessendes Wasser, Abfall- und Abwasserentsorgung sowie sanitäre Anlagen fehlen in Kenia weitgehend.

Auf den Wegen, in den Strassengräben, hinter den Hütten häuft sich der Abfall von Haushaltsmüll, Unrat, Elektroschrott und Fäkalien.

Man sieht Kinder und Erwachsene, die im Müll nach Wiederverwertbarem suchen.

Der Abfall wird dann sortiert und für ein geringes Entgelt an Recycling Unternehmen für Plastik und Metall, Glasfabriken oder an kleine Händler weiterverkauft.

Der Restabfall wird durch Schwelbrände reduziert.

Der beissende Rauch hält sich tagelang und ist manchmal durch die Hitze kaum zu ertragen.

 

Nicht nur die Menschen leiden dort unter dem Müll durch Krankheiten, Infektionen und Ungeziefer, auch Ziegen und Kühe sind davon betroffen.
Die Tiere fressen die Plastiktüten, in denen vorher Lebensmittel eingekauft wurden.
Das Plastik kann im Verdauungstrakt nicht verdaut werden und bleibt dort hängen, verursacht Schmerzen und die Tiere sterben qualvoll daran.

Seit 2019 hat die kenianische Regierung ein totales Verbot für Plastiktüten erlassen. Dafür wird nun alles in durchsichtigen Wegwerf Plastikboxen oder in  Kunststoffnetzen verpackt - eine wirkliche Lösung oder Alternative zum Plastikproblem ist das nicht. 

Ein sorgsamer Umgang mit der Umwelt und unseren vorhanden Ressourcen sind somit zentrale Themen in Msumarini.
Nur auf sauberem Grund können Menschen, Tiere, Früchte und Gemüse gedeihen.
Dadurch bleibt auch das Grundwasser sauber und verbessert die Lebensqualität der Menschen.

 

Aller Müll auf den Wegen und anliegenden Grundstücken werden in Teilstücken vom *Green CleaningTeam* der Schulklassen eingesammelt. Dazu gehören auch die Säuberung des Strandes von Msumarini. 

Der gesammelte Abfall wird immer noch nach wiederverwertbaren Teilen durchsucht und an die verschiedenen Fundis (Handwerker) verteilt.

Unser Fundi Electronic ist da ein wahrer Meister darin.

Er sammelt jedes kleinste Elektroteil zur Wiederverwertung und repariert damit alle unsere elektronische Geräte oder bastelt aus 2 defekten Geräten ein Neues. Auch Uhren und Handys bringt er wieder Vordermann.

 

Zum Thema Abfalltrennung/Waste Management hat sich in Kenia bis jetzt nicht viel verändert.  Ausser Glas-, Altmetall- und Plastikflaschenrecycling gibt es keine weiteren Abgabenstellen. Der Restmülll wird weiterhin verbrannt.  
Natürlich ist es besser, Müll zu vermeiden....
Wir sehen ja schon bei uns in Europa, wie schwierig es ist, dies in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.
So braucht es auch  in Msumarini viel Zeit und Geduld...nur durch das stetige Vorleben und mit bestem Beispiel vorangehen wird auch hier eine Veränderung erfolgen.

Solarenergie Statt Kerosin, Batterien

Bereits ab 18.30 Uhr ist es in Kenia dunkel.

Viele Menschen dort müssen dann ohne Licht auskommen, da der Anschluss ans Stromnetz sehr teuer ist.

Es werden meist Kerosinlampen eingesetzt, die jedoch sehr gefährlich sind. Sie entwickeln gesundheits- und umweltschädliche Dämpfe, die schwere Lungen- und Augenerkrankungen verursachen, insbesondere bei Kindern.Ausserdem ist der Brennstoff Kerosin schnell entflammbar und hat schon zu vielen Unfällen mit schwersten Verbrennungen geführt.

 

Batterien sind ein weiteres grosses Problem in Kenia.

Da für viele Kenianer der Strom unerschwinglich ist, greifen sie auf batteriebetriebene Geräte zurück.

Nach dem Gebrauch landen die Baterien meist irgendwo hinter dem Haus oder im Gestrüpp, denn eine entsprechende Entsorgung dafür gibt es nicht.

 

Als Alternative zu Kerosin und Batterien bieten sich dafür Solarlampen, Solarbatterien, Solar-Ladegeräte sowie Powerbanks an, die man bei uns im Lebensmittelladen erwerben kann. 

Solarenergie unterstützt damit das soziale Leben, vermeidet offenes Feuer als Lichtquelle und ermöglicht Kinder und Jugendlichen auch abends noch zu lernen.