MSUMARINI/KENYA AKTUELL

Hier ein Zwischenbericht über die aktuelle Lage in Msumarini/Kenya:

 

Die Massnahmen und die damit verbundenen Auswirkungen durch die Corona Krise sind für Familien aus Msumarini/Kikambala fatal.
Viele der Menschen dort leben von Gelegenheitsjobs/Tagelohnarbeiten, die nun alle weggefallen sind. Sie leben von der Hand in den Mund und haben daher keine Rücklagen, kein Sozialfond, keine Krankenkassen, die all diese Einschränkungen abfedern könnten.
Zusätzlich gibt es massive Engpässe in der Lebensmittelversorgung.


Dadurch sind die Lebensmittelpreise um das mehrfache angestiegen.

Hunger und Armut verstärken sich dadurch nur noch mehr.

Man spricht jetzt schon von der Hunger-Armut Pandemie und daran werden mehr Menschen sterben als durch das Virus selbst. 


Gerade in dieser schwierigen Zeit  hat sich wieder gezeigt, welchen wichtigen Stellenwert unser Selbsthilfeprojekt Msumarini durch unseren Verein Moyo Wangu e.V. für die Familien hat.
Als 1. Hilfemassnahmen haben wir alle unsere verfügbaren Felder gerodet, umgeharkt und mit schnellwachsendem Gemüse wie Michicha (Spinat), Okraschoten und Sukumawiki Kohl ausgesät.
Die Felder waren sehr ertragreich und brauchen nun eine Gründüngung zur Regenerierung
Unsere Bananenstauden und Papayas lieferten frisches Obst und damit wichtige Vitamine, sind aber soweit abgeerntet.
Unser Lebensmittelladen wurde noch vor dem Lock­-Down säckeweise mit Maismehl, Reis, Bohnen, getrocknetem Fisch und weiteren haltbaren Lebensmittel gefüllt, um die Grundversorgung im Dorf aufrecht zu erhalten. Auch diese Ressourcen sind nunmehr weitgehend erschöpft.
Unsere Solarkocher sind im Dauereinsatz um Brot und Chapati (Fladen) zu backen. Dafür braucht es immer wieder Mehl, Hefe, Zucker etc.
Durch den Bau unserer beiden Brunnen ist zumindestens die Wasserversorgung konstant gewährleistet.
Mit unserem Nähteam versorgen wir die umliegenden Hospitäler und die Bevölkerung mit waschbaren und wieder verwendbaren Schutzmasken.

Weiterhin besuchen wir die Familien und vermitteln das Wissen, wie man Wasser einfach desinfiziert, sich selbst versorgen kann, Müll vermeidet, die Hygiene und die eigenen Lebensumstände mit einfachen Mitteln verbessern kann.
Mit Holzkisten und Säcken erklären wir das Anbauen von Gemüse auf kleinstem Raum sowie das Anlegen eines Komposters zur Verwertung der organischen Abfälle.
Mit unserem mobilen Solarstrom sowie den Solarkochern weisen wir auf die nachhaltige  Energienutzung durch die Sonnenkraft hin. Durch unsere Solartrockner lässt sich eine Vorratshaltung für Notzeiten anlegen.
 
Da alles ist aber leider nicht ausreichend. Zu ungewiss ist die Sachlage vor Ort, wie lange und wieweit wir noch helfen können.

All unsere Projekte sind so aufgebaut, dass sie sich nach einem fundierten Einführung und einer angepassten Investition selbst tragen.
Durch die strengen Corona-Auflagen der Regierung mussten wir bis auf unseren Lebensmittelladen alle unsere Projekte wie Schreinerei, Solar- und Umweltcenter, Restaurant und Cafe, Friseur und Schneiderei sowie unser Internetbüro schliessen.

Seit Monaten trägt unser Verein daher zusätzlich alle anfallenden Kosten wie Löhne, Strom,  Umlagen etc. für die heruntergefahrenen Projekte.
Um unsere Projekte wieder alle zu aktivieren verlangt alleine die kenianische Regierung Unsummen für bauliche Massnahmen sowie Corona-Schutzvorkehrungen und zusätzlichen Lizensen.

Das ist eine erhebliche finanzielle Belastung, die uns an unsere wirtschaftlichen Grenzen bringt und kaum noch Spielraum für weitere Hilfsmassnahmen für die Familien zulässt.

Täglich kommen Menschen zu uns, die nach Arbeit oder Unterstützung fragen.
Wir sind die einzigen in unserer Umgebung, die noch Mitarbeiter beschäftigt haben.


Gerade jetzt müssen wir noch mehr aktiv werden, um die Eigenversorgung und die Eigenverantwortlichkeit der Menschen dort für die Zukunft zu fördern und zu stärken.
Nur so können wir ihnen  das *Werkzeug* in die Hand geben, um sich selbstständig aus dieser ewigen Spirale aus Hunger und Armut zu befreien. Damit wird auch die Abhängigkeit und die Hilfe von Aussen gelöst.


Gemeinsam mit Ihrer Unterstützung und unserem Einsatz vor Ort können wir die Ernährungsgrundlagen für viele Familien stabilisieren und kontinuierlich auf-und ausbauen.
Damit schaffen wir weitere nachhaltige und lebensverbessernde Grundlagen und Verhaltensweisen und das nicht nur in Krisenzeiten !

 

Anbei unser Spendenkonto:

 

Moyo Wangu Kenya e.V.
Sparkasse MGL Weil am Rhein
IBAN:       DE16683518650107808420
BIC:         SOLADES1MGL
Vermerk:   Spende/Unterstützung/Fördergelder für.....
Name:

♥♥♥ ASANTE SANA ♥♥♥♥  Vielen herzlichen Dank für all Ihre Hilfe und Unterstützung

 

Ihre Andrea Wikmann mit allen Msumarinis

 

 

Bitte beachten Sie die aktuellen Reise und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Kenya

 

 

VISAGEBÜHREN

Neben dem Elektronischen Visa kann nach wie vor mit dem *Visa on arrival* eingereist werden.

Die Visagebühren betragen: 40 Euro/50 Us-Dollar pro Person.

Bitte bei der Einreise das Geld passend bereit halten, da es meistens kein Wechselgeld gibt.

 

EINREISEFORMULARE

Für die Einreise werden folgende Formulare benötigt:

 

- Visaformular grosses weisses Blatt Form 22

   http://www.kenya.de/pics/visa_form_int.jpg

 

- Einreisekarte blaues/gelbes kleines Format Form 47

 

- Zollerklärung Form F88

  https://www.kra.go.ke/images/Customs/Passenger-Declaration-Form-F88--Amended-25042018.pdf

 

Fluggesellschaften wie Condor, Türkish Airlines, KLM verteilen diese Formulare während des Fluges.

 

PLASTIKTÜTEN-VERBOT

Seit 2019 hat die kenianische Regierung ein totales Verbot für Plastiktüten erlassen.

Plastiktüten dürfen daher auch nicht mehr ins Land eingeführt werden.

 

Ebola

Der Ausbruch von Ebola konzentriert sich auf die Länder Sierra Leone, Guinea und Liberia.

Seit Mitte August 2014 hat Kenya Airways sämtliche Flüge in diese Länder eingestellt.

Einreisende wurden bisher auf den internationalen Flughäfen Kenias immer auf Ebola *untersucht*.

Sie wurden von einem Gesundheitsofficer mit einem Scanner gecheckt und ein spezielles Formular über Krankheitssymptome musste ausgefüllt werden. Seit November 2015 ist das nicht mehr nötig.

 

 

Alkoholverbot

Im Jahr 2010 hat die kenianische Regierung ein Gesetz zum Ausschank von alkoholischen Getränken erlassen

Es wurde darin festgelegt, das Alkohol nur in der Zeit von 17-23 Uhr ausgeschenkt und konsumiert werden darf. Bei Missachtung des Gesetzes hat der Konsument eine hohe Strafe zu bezahlen und auch der Besitzer des Restaurants etc. wird erheblich belangt.

Das Gesetz wurde zwar in der Weihnachtszeit vorübergehend ausser Kraft gesetzt, jedoch ist es seit Januar 2011 wieder aktuell. Es ist meist von der Willkür der Ordnungsbeamten abhängig.

 

Essen in Kenia

Hühnerfleisch ist in Kenia ein günstige Alternative zu Ziegenfleisch oder dem teueren Rindfleisch.

Es wird in vielen Restaurants in verschiedenen Variationen angeboten...mal gekocht, gegrillt, als Curry oder einfach nur gebraten.

Huhn heisst auf Swahili: Kuku. Mann kann Kuku nuzu, also ein halbes Huhn, als Quarter oder gleich im ganzen bestellen.

 

Ugali ist der traditionelle Maisbrei, der meist mit Bohnen, Gemüse, Huhn oder Fisch gegessen wird.

Er ist stichfest und wird mit den Fingern etwas geknetet, bevor man ihn in die jeweiligen Beigaben taucht und dann isst.

 

Fisch wird meist gegrillt oder gekocht angeboten. Ab und an trifft man auch Fischer am Strand, die ihren *Catch of the day* anbieten. Oktopuss ist auch sehr beliebt, getrocknete Sardinenfische oder Trockenfisch ergänzen das oft einfache Mahl.

 

Obst und Gemüse erhält man überall an den kleinen StrassenVerkaufständen.

Bitte das Obst und Gemüse immer geschält verzehren.

 

Wasser bitte immer im abgekochten Zustand anwenden. Beim Kauf von abgepackten Wasser auf die verschlossene Original-Versiegelung achten.

 

Um Magen/Darmverstimmungen zu vermeiden, sollte man alles frittierte Speisen sowie kalte Getränke meiden.

Bei länger anhaltendem Unwohlsein bitte immer einen Arzt aufsuchen.

 

In den Abendstunden helfen hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel gegen Moskitos und andere Insekten.

 

Impfungen in Kenia

 

http://www.tropenmedizin.de/vorsorge.htm

 

Kenianische Regierung

Im August 2017 wurde Uhuru Kenyatta erneut zum Präsidenten von Kenya mit 54,3% der Stimmen gewählt.

Seine Wahl wurde von der Opposition unter Raila Odinga wegen Wahlbetruges angefochten und im November 2017 nochmals wiederholt. Er wurde in seinem Amt bestätigt.

Uhuru Kenyatta ist der Sohn des 1. Staatspräsidenten Jomo Kenyattas und zählt zu den reichsten Familien des Landes. Er und seine Minister entziehen sich immer wieder den Vorladungen vor dem Gerichtshof in Den Haag, wo sie sich wegen Verletzung der Menschenrechte verantworten müssen.

 

 

Memorials/Beerdigungen

Beerdigungen und Memorials haben in Kenia einen hohen Stellenwert.

Die Memorials finden in der Regel ca. 1/2 Jahr bis 1 Jahr später nach dem Tod eines Familienangehörigen statt.

Die Feierlichkeiten dazu dauern 3-5 Tage und werden mit viel Musik, Tanz, Essen und Trinken begangen.

Diese Anlässe sind auch immer sehr gut besucht, da den Gästen von nah und fern, ob verwandt, bekannt oder nicht bekannt, das traditionelle Reisgericht Pilau als Willkommensgeschenk offeriert wird.

Bis zu 2000 Personen wurden dort schon gezählt.