Alles hat Seinen Anfang

Mein Name ist Andrea Wikmann, geboren und aufgewachsen in Weil am Rhein, nahe dem badischen Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich.

Ich bin die Iniatorin und seit über 20 Jahren Koordinatorin und Projektleiterin unseres Selbsthilfeprojektes Msumarini.

1996 kam ich das erste Mal mit meiner Familie nach Kenya. Während mein Mann dort viel beruflich  unterwegs war, besuchte ich mit unseren Kindern Land und Leute.

So führte mein Weg mich dann auch eines Tages in das Dorf Msumarini.

Ein kleines, von der Hauptstrasse abgelegenes Dorf, indem es weder Wasser noch Strom, noch Abfallentsorgung sowie keine Infrastruktur gab und die Menschen ihren kargen und harten Alltag durch Ackerbau, Viehzucht und Fischfang bestritten.

Da es an vielem mangelte, wollte ich nicht nur einer Person/Familie, sondern einer ganzen Dorfgemeinschaft helfen.

Zusammen mit einigen Dorfbewohnern aus Msumarini haben wir viele Ideen diskutiert und auch wieder verworfen. Gemeinsam mit dem Dorfältesten beschlossen wir dann das Gemeinschaftszentrum Sun*N*Shine zu bauen.

In all den Jahren ist Sun*N*Shine für uns zur *Mutter* all unserer Projekte geworden und ist nach wievor der zentrale Mittelpunkt von Msumarini.

 

Mein Ziel und Vision von damals und heute ist immer eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe.

Das hat sich in den vielen Jahren als einziges bewährt und gute Grundlagen geschaffen.

 

Alle unsere Projekte sind so aufgebaut, dass sie nach einem fundierten Auf- und Ausbau und einer guten finanziellen Starthilfe sich selbst tragen können.

Seit Jahren kann ich auf einen gut arbeitenden Mitarbeiterstab aus Msumarini vertrauen und darauf  aufbauen.

Ich selbst agiere nur im Hintergrund, organisiere und verwalte die Finanzen über unseren

Verein MoyoWangu e.V., betreue unsere bisherigen Projekte und innitiere neue Ideen, damit die Menschen ihr Leben in Eigenregie führen können.

Mehrmals im Jahr fliege ich nach Msumarini, um anfallende Themen, Probleme und die Entwicklung der Projekte direkt zu besprechen.

 

Und immer wieder kann ich von den Menschen, der Natur und dem ganzen Umfeld dort lernen.

Wie ganz am Anfang zum Beispiel die Uhrzeit zu vergessen, das Wasser und Strom wahre Luxusgüter sind, dass die Umsetzung und Wirkung von Ideen in Kenia noch viel länger dauern, dass es Dinge dort gibt oder geschehen, die man nicht verstehen kann und auch nicht muss.

Besonders lehrreich war immer nur an das Gute zu glauben und voller Zuversicht zu sein, auch wenn die ganze Situation noch so auswegslos erscheint.

Denn neben all den wunderbaren und schönen Stunden haben wir auch schwere Zeiten, schlaflose Nächte, bittere Erfahrungen und Rückschläge erlebt, jedoch nie die Hoffnung und den Mut verloren, weiterzumachen.

Es ist einfach mein Herzensprojekt und meine Lebensaufgabe geworden, dort zu helfen.

 

Ich höre immer wieder hier Menschen sagen, dass eine solche Hilfe nur ein Tropfen auf einen heissen Stein ist....das ist es wahrlich nicht.

Wir können nicht allen dort helfen, dafür aber vielen.

In den letzten Jahren konnten wir zusammen soviel umsetzen und nachhaltig bewegen.

Das ist der beste Beweis, dass Hilfe zur Selbsthilfe wirkt.

Zusammen sind wir stolz auf unsere Kinder in Msumarini, die die Schule besuchen, bereits ihren Schulabschluss erfolgreich abgelegt oder einen Beruf erlernt haben, auf unsere Frauen, die sich mit unseren Solarkochern und Nähprojekten ein eigenes Business aufgebaut haben und auf all die Männer, die durch einen sicheren Arbeitsplatz nun ihre gesamte Familie ernähren können. 

Wir machen weiter und haben deshalb das *MoyoWangu Environmentcenter* ins Leben gerufen.

Damit ermöglichen wir noch mehr Menschen den Zugang zu besseren Lebensgrundlagen und verbinden notwendigen Natur- und Umweltschutz zu einer Einheit.

Diese grosse Aufgabe liegt noch vor uns.

 

Gleichzeitig vereinen wir mit unseren Projekten die Ziele der AGENDA 2030 und leben sie Tag für Tag.

Die Agenda 2030 beinhaltet 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Diese Ziele wurden durch die Vereinten Nationen entworfen und gelten seit 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren in allen Staaten der Erde.

 

                                                                     Quelle:  https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html

 

Das sind für uns in Msumarini:

 

Lebensstandard:

- Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Ausbildungsplätzen

- Verbesserung des Lebensraumes

- Verbesserung der Dorf-Infrastruktur

- Den Einheimischen mit Respekt und Achtung begegnen

- Bewahrung der Tradition, Kultur innerhalb der Dorfgemeinschaft

- Verhinderung der Abwanderung der Dorfbewohner in andere Regionen oder ins Ausland

- Nachhaltige und langfristige Veränderungen durch das Schaffen von Zukunftsperspektiven

- Hilfe zur Selbsthilfe

- Vergabe von Kleinkrediten

 

Bildung:

- Zugang zu Schulen und Ausbildungsstätten für viele Kinder und Jugendliche

- Bereitstellung von Lernmitteln und Schuluniformen

- Ausbildungsförderung/Vergabe von Stipendien

 

Gesundheit:

- Sauberes Wasser durch Brunnenbau

- Abfallentsorgung

- Zugang zu frischem Obst und Gemüse- Bau von Komposttoiletten/Latrinen

 

Umwelt:

- Erhaltung und Pflege der einheimischen Natur und des Ozeans vorort

- Einführung von Kochkisten in Einzelfamilien

- Stromgewinnung durch Solarpanels

- Aufforstung einheimischer Bäume

- Einrichtung von Kompostanlagen 

 

 

UNSERE NEUESTEN PROJEKTE SIND:

 

- Sauberes Msumarini

- Moyo Wangu Scholarship Programm (Unterstützung zur Weiterbildung nach dem Schulabschluss)

- Nachhaltige Monatshygiene für Mädchen und Frauen

- Ausbau des Agrarprojekt zur Eigenversorgung

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