UNSER SELBSTHILFEPROJEKT MSUMARINI

 

                                                                 JAMBO, JAMBO, KARIBU SANA

 

Kenia /Ostafrika ist ein wunderschönes Land, reich an Natur-und Artenvielfalt - aber auch an vielen armen Menschen

Ackerbau, Viehzucht, Fischfang sind nicht mehr ausreichend, um die Großfamilien auf dem Dorf zu ernähren

Deshalb verlassen viele ihre Dörfer, um in der Stadt Arbeit zu finden. Viele haben keine Schulbildung und sprechen neben der Landessprache Suaheli nur sehr schlecht Englisch. Wenn sie das Glück haben, einen Job zu bekommen, arbeiten sie unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen, um ihre Familien daheim zu ernähren

 

Bei Krankheit ist die Behandlung alleine vom Geld abhängig, und manch einer stirbt aufgrund einer einfachen Erkältung oder Durchfall... von Malaria, Typhus etc. einmal ganz abgesehen. Krankenversicherung sowie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es nicht.

 

Die Kinder müssen schon von klein auf in der Familie für den Familienunterhalt mitsorgen.

Die Schule können sie nur besuchen, soweit die Eltern das Geld für die Schule, Schuluniform, Bücher und Hefte aufbringen können. Eine Schulpflicht besteht nur auf dem Papier.

Armut, Diebstahl, Prostitution, Schiebereien und Korruption nehmen immer mehr zu.

 

Msumarini liegt an der Nordküste Kenias, 30km von Mombasa, Richtung Kilifi entfernt.

Im Jahr 2000 haben wir zusammen mit einigen Dorfbewohnern aus Msumarini/Kenia unser Selbsthilfeprojekt Msumarini gegründet.

 

Der Leitgedanke bei all unseren Projekten ist immer die Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Mit unseren Verein Moyo Wangu Kenya e.V schaffen wir die Grundlagen und Voraussetzungen für bessere Zukunftsperspektiven für die Menschen vorort.

 

Eine gute Schul- und Weiterbildung, Schaffung neuer Arbeitsplätze, Verbesserung der Infrastruktur und aktiver Umwelt-und Klimaschutz sind für unser Selbsthilfeprojekt Msumarini die wirklichen Lösungsansätze zur Reduzierung von Armut, Hunger, Unselbstständigkeit und Hoffnungslosigkeit in diesem Land.

 

Nur dadurch werden langfristige Veränderungen und selbstständiges Handeln erreicht.

Es stärkt gleichzeitig die Zuversicht und das Vertrauen im Dorf zu bleiben und nicht in die grösseren Städte oder sogar ins Ausland abzuwandern.

 

 

                                         Wir freuen uns über jede Hilfe und Unterstützung, denn

 

                                   ALLES WAS WIR TUN, WIRD EIN TEIL VON UNS

                                                          (Afrikanisches Sprichwort)

 

 

Hier ein Zwischenbericht über die aktuelle Lage in Msumarini/Kenya:

 

Die Massnahmen und die damit verbundenen Auswirkungen durch die Corona Krise sind für viele Familien aus Msumarini/Kikambala fatal.
Viele leben von Gelegenheitsjobs/Tagelohnarbeiten, die nun alle weggefallen sind. Sie leben von der Hand in den Mund und haben daher keine Rücklagen, kein Sozialfond, keine Krankenkassen, die all diese Einschränkungen abfedern könnten.
Zusätzlich gibt es massive Engpässe in der Lebensmittelversorgung.

Dadurch sind die Lebensmittelpreise um das Mehrfache angestiegen.

 

Hunger und Armut verstärken sich dadurch nur noch mehr.

Man spricht jetzt schon von der Hunger-Armut Pandemie und daran werden mehr Menschen sterben als durch das Virus selbst. 


Gerade in dieser schwierigen Zeit  hat sich wieder gezeigt, welchen wichtigen Stellenwert unser Selbsthilfeprojekt Msumarini durch unseren Verein Moyo Wangu e.V. für die Familien hat.
Als 1. Hilfemassnahmen haben wir alle unsere verfügbaren Felder gerodet, umgeharkt und mit schnellwachsendem Gemüse wie Michicha (Spinat), Okraschoten und Sukumawiki Kohl ausgesät.
Die Felder waren sehr ertragreich und brauchen nun eine Gründüngung zur Regenerierung
Unsere Bananenstauden und Papayas lieferten frisches Obst und damit wichtige Vitamine, sind aber soweit abgeerntet.
Unser Lebensmittelladen wurde noch vor dem Lock­-Down säckeweise mit Maismehl, Reis, Bohnen, getrocknetem Fisch und weiteren haltbaren Lebensmittel gefüllt, um die Grundversorgung im Dorf aufrecht zu erhalten. Auch diese Ressourcen sind nunmehr weitgehend erschöpft.
Unsere Solarkocher sind im Dauereinsatz um Brot und Chapati (Fladen) zu backen. Dafür braucht es immer wieder Mehl, Hefe, Zucker etc.
Durch den Bau unserer beiden Brunnen ist zumindestens die Wasserversorgung konstant gewährleistet.
Mit unserem Nähteam versorgen wir die umliegenden Hospitäler und die Bevölkerung mit waschbaren und wieder verwendbaren Schutzmasken.

Weiterhin besuchen wir die Familien und vermitteln das Wissen, wie man Wasser einfach desinfiziert, sich selbst versorgen kann, Müll vermeidet, die Hygiene und die eigenen Lebensumstände mit einfachen Mitteln verbessern kann.
Mit Holzkisten und Säcken erklären wir das Anbauen von Gemüse auf kleinstem Raum sowie das Anlegen eines Komposters zur Verwertung der organischen Abfälle.
Mit unserem mobilen Solarstrom sowie den Solarkochern weisen wir auf die nachhaltige  Energienutzung durch die Sonnenkraft hin. Durch unsere Solartrockner lässt sich eine Vorratshaltung für Notzeiten anlegen.
 
Da alles ist aber leider nicht ausreichend. Zu ungewiss ist die Sachlage vor Ort, wie lange und wieweit wir noch helfen können.

All unsere Projekte sind so aufgebaut, dass sie sich nach einer fundierten Einführung und einer angepassten Investition selbst tragen.
Durch die strengen Corona-Auflagen der Regierung mussten wir bis auf unseren Lebensmittelladen alle unsere Projekte wie Schreinerei, Solar- und Umweltcenter, Restaurant und Cafe, Friseur und Schneiderei sowie unser Internetbüro schliessen.

Seit Monaten trägt unser Verein daher zusätzlich alle anfallenden Kosten wie Löhne, Strom,  Umlagen etc. für die heruntergefahrenen Projekte.
Um unsere Projekte wieder alle zu aktivieren verlangt alleine die kenianische Regierung Unsummen für bauliche Massnahmen sowie Corona-Schutzvorkehrungen und zusätzlichen Lizensen.

Das ist eine erhebliche finanzielle Belastung, die uns an unsere wirtschaftlichen Grenzen bringt und kein Spielraum für weitere Hilfsmassnahmen für die Familien zulässt.

Täglich kommen Menschen zu uns, die nach Arbeit oder Unterstützung fragen.

Wir sind die einzigen in unserer Umgebung, die noch Mitarbeiter beschäftigt haben.

Gerade jetzt müssen wir noch mehr aktiv werden, um die Eigenversorgung und die Eigenverantwortlichkeit der Menschen dort für die Zukunft zu fördern und zu stärken.
Nur so können wir ihnen  das *Werkzeug* in die Hand geben, um sich selbstständig aus dieser ewigen Spirale aus Hunger und Armut zu befreien. Damit wird auch die Abhängigkeit und die Hilfe von Aussen gelöst.


Gemeinsam mit Ihrer Unterstützung und unserem Einsatz vor Ort können wir die Ernährungsgrundlagen für viele Familien stabilisieren und kontinuierlich auf-und ausbauen.
Damit schaffen wir weitere nachhaltige und lebensverbessernde Grundlagen und Verhaltensweisen und das nicht nur in Krisenzeiten !

 

Anbei unser Spendenkonto:

 

Moyo Wangu Kenya e.V.
Sparkasse MGL Weil am Rhein
IBAN:       DE16683518650107808420
BIC:         SOLADES1MGL
Vermerk:   Spende/Unterstützung/Fördergelder für.....
Name:

♥♥♥ ASANTE SANA ♥♥♥♥  Vielen herzlichen Dank für all Ihre Hilfe und Unterstützung

 

Ihre Andrea Wikmann mit allen Msumarinis