Selbsthilfeprojekt Msumarini Projekte-Unsere Umwelt


UNSERE UMWELT

Fliessendes Wasser, Abfall- und Abwasserentsorgung sowie sanitäre Anlagen fehlen ihnen Kenia weitgehend.
Auf den Wegen, in den Strassengräben, hinter den Hütten häuft sich der Abfall von Haushaltsmüll, Unrat, Elektroschrott und Fäkalien.
Man sieht Kinder und Erwachsene, die im Müll nach Wiederverwertbarem suchen.
Der Abfall wird dann sortiert und für ein geringes Entgelt an Recycling Unternehmen für Plastik und Metall, Glasfabriken oder an kleine Händler weiterverkauft.
Der Restabfall wird durch Schwelbrände reduziert.
Der beissende Rauch hält sich tagelang und ist manchmal durch die Hitze kaum zu ertragen.



KOMPOSTER

Unsere organischen Abfälle von Obst, Gemüse, Mais etc. werden in unserem Komposter gesammelt und mit Laub und Gartenschnitt aufgefüllt.
Beschleunigt durch das tropische Klima verwandeln sich die natürlichen Abfälle in kurzer Zeit zu nährstoffreichem Öko-Dünger.
Wir verwenden diesen Dünger für unser Maisfelder und kleine Gärten.



 

MÜLLTRENNUNG

Mr. Mwema ist hauptberuflich Müllsammler und kommt alle 3 Monate bei uns vorbei.
Es ist schon alles für ihn vorsortiert und er freut sich immer wieder, wenn er sein Fahrrad gleich damit beladen kann.

Fundi ist Suaheli und bedeutet Handwerker.
Unser Fundi Electronic ist ein wahrer Meister der Technik.
Er repariert alle unsere elektronische Geräte, bringt Uhren und Handys wieder auf Vordermann, bastelt aus 2 defekten Geräten ein Neues und sammelt jedes kleinste Elektroteil zur Wiederverwertung.















 

 

 


 

BATTERIEN UND KEROSIN

Batterien sind ein grosses Problem in Kenia.
Eine entsprechende Entsorgung dafür gibt es nicht, jedoch nimmt der Verbrauch an Haushaltsbatterien jedes Jahr stetig zu.
Das Angebot an batteriebetriebenen Geräten wird immer grösser, da Strom für viele unerschwinglich ist.
In Nakuru (nordwestlich von Nairobi) werden die meisten Batterien für den ostafrikanischen Markt produziert.
Seit einiger Zeit werden diese aber durch Billig-Batterien aus China verdrängt.
Diese Batterien enthalten hohe Quecksilbermengen, die die von Kenia geforderten technischen Standards kaum erfüllen. So gelangen sie auf illegalen und korrupten Wege ins Land.

Bereits ab 18.30 Uhr ist es in Kenia dunkel.
Viele Menschen dort müssen dann ohne Licht auskommen, da der Anschluss ans Stromnetz sehr teuer ist.
Es werden dann Kerosinlampen eingesetzt, die jedoch sehr gefährlich sind. Sie entwickeln gesundheits- und umweltschädliche Dämpfe, die schwere Lungen- und Augenerkrankungen verursachen, insbesondere bei Kindern.
Ausserdem ist der Brennstoff Kerosin schnell entflammbar und hat schon zu vielen Unfällen mit schwersten Verbrennungen geführt.

Wir versuchen, Schritt für Schritt an diese Problematik heranzugehen und haben mit unserem Solarprojekt schon einen Teil geschafft.
So werden wir unser Solarprogramm mit mobilen Solarladestationen und Solarlampen ergänzen und ausbauen.  
Eine Aufladestation für Handys steht den Dorfbewohnern bereits kostenlos zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 






 

 







AUFFORSTUNG

Gerne möchten wir den Gedanken für eine bessere Umwelt und das soziale Engagement der kenianischen Nobelpreisträgerin Wangari Maathai weiterführen.
Sie ist Gründerin der "Green Belt"-Bewegung, engagiert sich dort für die Erneuerung der Wälder in Kenia und Afrika und ist als Widerstandskämpferin für Gerechtigkeit, Frieden und Erhaltung der Natur weltweit bekannt.
Mrs. Maathai hat mit Hilfe ihrer Frauenprojekte viele Baumschulen gegründet und Millionen von Bäume im Kampf gegen Bodenerosion, Brandrodung und Abholzung zur Aufforstung gepflanzt.
Sie wird auch Mama Miti - Mutter der Bäume genannt.

In unserer noch kleinen Baumschule haben wir neben über 100 verschiedenen Baum-und Strauchsetzlingen auch Baumarten wie Cashewnut, Tamarinde und Arobaini.
Der Arobaini Baum ist mit dem Chinarindenbaum = Neembaum verwandt und wird bei Malaria-Erkrankungen, zur Körperpflege und Mundhygiene, als Insektenschutzmittel und in der Landwirtschaft gegen schädliche Insekten und Ungeziefer sowie als Dünger eingesetzt.

Trotz Zaun und heftiger Gegenwehr von den Kindern und auch Mrs. Mekitti, welche die Baumschule betreut, finden die Ziegen immer einen Weg, an den noch kleinen Pflanzen zu knabbern.
Wir sind alle jedoch recht zuversichtlich und sobald die Setzlinge entsprechend gross und stark sind, werden wir sie in Msumarini und Umgebung auspflanzen.

Jeder unserer neuen Schulanfänger darf sich einen Baum oder Busch aussuchen.
Mit grosser Sorgfalt und Hingabe pflegen die Kinder ihre Schützlinge und wir sind schon alle gespannt, wie die Kinder gemeinsam mit ihrem Baum/Strauch wachsen werden.

  ACKERBAU

Mais ist ein Grundnahrungsmittel in Kenia und wird in Monokultur angepflanzt.
Er laugt jedoch mit der Zeit die Böden aus und der Maisertrag wird dadurch von Jahr zur Jahr geringer.
So verwenden wir als Düngemittel unseren eigenen Kompost und pflanzen in Wechselfolge Mais und Leguminosen an, um den Nähstoffgehalt und die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern.
Der Anbau von Sojabohnen sowie verschiedenen Kürbissorten und Zucchiniarten befindet sich noch in der Testphase.

 

 
 

WASSERAUFBEREITUNG

Leider kann man das Wasser in Kenia nicht unbedenklich trinken, da es mit Krankheitskeimen versetzt ist.

Um nicht jedes Mal das Wasser in den Solarkochern abkochen zu müssen, füllen die Frauen das Wasser in grosse durchsichtige PET- oder Glas Flaschen und legen diese für mehrere Stunden in die Sonne.
Die im Sonnenlicht enthaltenen UV-A Strahlen sind keimtötend für Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Parasiten.
Dadurch haben sich die Durchfall-Erkrankungen bei uns erheblich reduziert.

Warmes Wasser für Körperpflege oder zum Waschen erhalten wir auch durch dunkle, flache Plastikbehälter, die mit einer Glasplatte abgedeckt werden.
Durch die Sonnenstrahlen wird das Wasser erwärmt und kann dann entsprechend verwendet werden.

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